In der Europäischen Union und in den meisten anderen Ländern gelten klare Brandschutzverordnungen für öffentliche Gebäude und bei öffentlichen Veranstaltungen. Davon betroffen sind auch Textilien, die hier zum Einsatz kommen. In Deutschland müssen viele, meist hängende, Textilen in öffentlichen Gebäuden oder bei öffentlichen Veranstaltungen nach DIN 4102 Teil1 B1 zertifiziert sein.
Textilien, die nach den verschiedenen Brandschutzklassen zertifiziert sind, hat so gut wie jeder Hersteller im Programm. Der Flammschutz kann später, sobald das Textil bedruckt wird, aber trotzdem nicht IMMER garantiert werden, da die Menge und Art des Flammschutzmittels nicht für die zusätzlich aufgebrachte Tinte ausreicht. Gerade auf Messen wie zum Beispiel der Viscom werden für den Standbau Textilien verbaut, die ein B1-Zertifikat haben. Halten die Textilien aber auch im bedruckten Zustand einer B1- Prüfung stand? Junkers & Müllers bietet jetzt als erster Hersteller textile Materialien an, die inklusive Druck flammfest zertifiziert sind. Die Produkte Arttex, Troja, Bermuda und Presto der Reihe Mediatex® wird das Unternehmen jetzt sukzessive gemeinsam mit interessierten Herstellern von Tinten nach B1 testen und bescheinigen lassen. Den Anfang haben bereits zwei große namhafte Tintenhersteller gemacht. Alle Zertifikate von Junkers & Müllers sind ausgestellt von offiziellen Zertifizierungsstellen der Bundesrepublik Deutschland. Die Echtheit und Zuverlässigkeit der Zertifikate ist dem Unternehmen sehr wichtig, da viele sogenannte Mitteilungen über Brandverhalten im Umlauf sind, die lediglich auf den ersten Blick wie offizielle Zertifikate erscheinen. Jörg Hippel Business Development Manager für den Bereich Mediatex® bei Junkers & Müllers erklärt: „Die Mitteilungen der Versuchsergebnisse eines Teiles von DIN 4102-1 beispielsweise reichen auf keinen Fall aus, um die Entflammbarkeit von Textilien rechtlich abzusichern. Diese Prüfungen decken nur einen Teil der für B1 erforderlichen Tests ab und können daher das Zertifikat nicht ersetzen. Das steht zwar klein gedruckt auf der Mitteilung, doch ist es schnell zu übersehen und kann leicht für ein offizielles Dokument gehalten werden.“ Um auf der sicheren Seite zu stehen können Anwender sich vom Hersteller Kopien der Zertifikate (Nachweise) zuschicken lassen und diese genau prüfen. Im Zweifelfall kann zudem die entsprechende Zertifizierungsstelle angerufen werden.
Jeder sollte sich weiterhin darüber im Klaren sein, dass Flammschutzmittel Chemikalien enthalten können, die für Mensch und Umwelt schädlich sind. Der Einsatz dieser Chemikalien wird innerhalb der EU sehr strikt reglementiert. In Fernost hingegen dürfen Flammschutz- und Beschichtungsmittel verwendet werden, die in der EU grundsätzlich verboten sind. Wird hingegen die fertig beschichtete Ware in die EU importiert, darf sie hier anschließend verbreitet und weiterverarbeitet werden, mit allen gesundheitlichen Risiken die diese Textilien bergen. Die EU hat ein strenges Regelwerk für Produzenten von Textilien für den Einsatz von Chemikalien aufgestellt. Junkers & Müllers ist freiwillig noch einen Schritt weiter gegangen und hat fast sämtliche Produkte, die das Haus verlassen nach dem Öko-Tex 100 Standard zertifizieren lassen.
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